Social Media- Fluch und Segen

veröffentlicht: April 20, 2018 von Louise Kranawetter

Auge, nah, facebookEs ist schon verwunderlich, was alles so möglich ist durch und mit Social Media.

Einerseits ist es sicherlich von Vorteil, wenn Menschen sich (wieder-)finden können und auf schnelle und leichte Weise miteinander in Kontakt bleiben können.
Andererseits bleibt durch eben diese schnelle und vermeintlich leichte Art der Kontaktaufnahme sehr viel auf der Strecke.
Statt miteinander zu reden, lachen, beisammen sein, wird getippt, geappt, gesimst, was die Tasten so hergeben - falsch, auch das ist weitestgehnd durch Abkürzungen, Zeichen und emojis derart verballhornert, dass manch einer Schwierigkeiten hat, einen Sinn aus der Mitteilung zu fischen.

Ist es wirklich soooo wichtig, zu sehen, was Hinz oder Kunz gerade macht, wo sie oder er gerade shoppt, welche Schuhe in der Einkaufstasche gelandet sind?
Wie oberflächlich wollen Menschen noch werden?
Oder verbirgt sich dahinter ein System?
Es hieß schon zu Zeiten der Römer: "Gib dem Volk Brot und Spiele, dann kannst Du mit ihnen alles machen."

Brot hat das Volk, im Zweifel über die Tafel.
Spiele gibt es auch jede Menge. Früher war es hauptsächlich Fussball, dann kamen die Spiele-Konsolen, mittlerweile hat bald jeder Smartphone-Besitzer jede Menge Apps.

Das Volk ist also gut beschäftigt und merkt wenig von den Dingen, die hinter den Kulissen so geschehen. Und wenn mal einer etwas merkt und womöglich darüber spricht und schreibt und appt und teilt, wird ganz bald dagegen gewettert, der Schreiber für verrückt oder (noch besser) als Verschwörungstheoretiker (der mittlerweile gängigste Begriff, um jemanden, egal ob Arbeiter oder Professor, in Gänze niederzumachen) abgestempelt. Wenn das auch noch zu wenig ist, werden seine Beiträge im ach so sozialen Netz ganz einfach gelöscht.

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Foto: pixabay

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