Vor langer, langer Zeit entstand weit, weit weg auf dieser Erde ein Ding. Es bekam eine klassische Form: oben schlank und unten breit.
Glücklich, entstanden zu sein, strahlte dieses Ding so sehr, dass es ständig von Schmetterlingen umflattert wurde. Irgendwann wurden die Schmetterlinge müde, ließen sich auf dem Ding nieder und schliefen ein.
Durch die sehr heiße Sonne, es war nämlich die Sonne Mexikos, wurde auch das Ding heiß und so wurden die Schmetterlinge auf der Außenwand verewigt. Überglücklich, so schön verziert zu sein, erstrahlte auch noch eine Sonne auf seiner Stirn.
Durch all diese Begebenheiten erkannten die Menschen den Wert dieses Dings und begannen es für sich zu nutzen.
So entstand der Azteken-Ofen.
Mit der Zeit wurde es dem Azteken-Ofen in Mexiko zu langweilig, und er wollte wissen, ob es noch mehr Menschen gab auf dieser Welt. So begann er zu rufen.
Und tatsächlich, irgendwo, in einem fernen Land, namens Bayern☺, wurde dieser Ruf gehört.
Es waren zwei Frauen, die sich schon lange einen solch´ wunderschönen Ofen wünschten.
Sie setzten alles in Bewegung, um den Ofen aus Mexiko herauszuholen. Es gelang den Frauen, und so machte der Ofen sich auf eine abenteuerliche Reise, um bald in seiner ganzen Pracht im Lande Bayern zu erstrahlen. Mal wärmte er, mal gab er den Frauen die Möglichkeit, stundenlang vor und in seinem Bauch-Feuer zu versinken.
Und er hatte noch eine ganz besondere Aufgabe: er gab vielen Menschen die Möglichkeit, ihre belastenden und negativen Gedanken, die sie vorher zu Papier gebracht hatten, zu verbrennen und sich damit davon zu befreien.
Oh, wie war der Ofen glücklich, eine solch´ ehrenvolle Aufgabe zu haben.
Mehrmals zog er mit den Frauen an einen anderen Ort um.
Doch mit der Zeit bekam er Konkurrenz von einem Kollegen, der sogar im Haus stehen durfte. Mit der Zeit wurde er immer weniger gebraucht und meistens bekam er zum Schutz eine dunkle Haube übergezogen. Hin und wieder wurde die Haube abgezogen und er wurde kurzzeitig von vielen anwesenden Menschen bewundert.
Und als er da so stand, hörte er eine ganz leise Stimme: „Ich möchte einen Feuertopf, ich wünsche mir eine Feuerstelle, doch alles was ich an Töpfen sehe, fühlt sich falsch an“.
Der Aztekenofen wurde ganz aufgeregt.
Die beiden Frauen wussten mittlerweile, dass sie den Ofen gerne in gute Hände abgeben wollten, doch ihn auf die Reise schicken - so ganz alleine ??? Bei einem Telefonat an einem kalten Wintertag stellte sich heraus, dass diese leise Stimme genau der Person gehörte, die ihn wertzuschätzen wusste.
Und die andere Frau am Telefon wusste in dem Moment: Das ist Meiner:-)
Sie setzte sich sofort ins Auto, fuhr viele Kilometer, um IHREN Aztekenofen abzuholen.
Wieder reiste der Ofen, glücklich, frei von jeder dunklen Haube auf dem Rücksitz (angeschnallt natürlich) ins schöne Rheinland bis in die Voreifel.
Die Beiden verliebten sich sofort sehr ineinander.
Nun steht er da, strahlt, verziert mit vielen Schmetterlingen, Blumen und einer großen Sonne auf der Stirn.
Und wisst ihr was?
Er wird von Stunde zu Stunde schöner und tut mir gerade in Zeiten von Corona wohltuend gut!!!!!!
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Foto: Kranawetter