selber denken
von Brigitte Beermann
veröffentlicht: März 23, 2019

Kopf, Lichtstrahl7 Wochen -  bis Ostern fasten, Alkohol weglassen, Süßigkeiten weit weg legen, Nikotin ade?

Im Radio gab es einen schönen Beitrag der evangelischen Kirche. Es ging um 7 Wochen selber denken. Wir waren gespannt, was da wohl kommt. Hinterdrein kam noch der Satz: "Und sieben Wochen ohne falsche Gewissheiten zu leben oder sie zu hinterfragen."

Arnd Brummer, Geschäftsführer der Aktion 7 Wochen Ohne schreibt dazu:
Selber denken! 7 Wochen ohne falsche Gewissheiten – das Motto klingt so selbst­verständlich, erweist sich jedoch in der Praxis als Herausforderung. Denn wenn wir uns in der Fastenzeit darin üben wollen, geht es kaum um sieben Wochen Vernunftherrschaft. Es kann, im Gegenteil, wenig vernünftig sein, selber zu denken. Das Bild vom „Denken ohne Geländer“ hat Hannah Arendt geprägt. Es kann nämlich durchaus ­gefährlich sein, Denkverbote zu ignorieren und den Chef auf einen Fehler hinzuweisen. Mut braucht es auch, Gewohnheiten und Traditionen infrage zu stellen – im Beruf, in der Familie oder in der Kirche. Und wer gern nörgelt über zu wenig Grün in der Stadt oder blöde Kandidaten zur Wahl, sollte mal den Zuschauerraum verlassen und selber ­etwas auf die Beine stellen. Dafür ist es ratsam, den eigenen Kopf zu gebrauchen – und ­zunächst mal einen haben!"

"Alles was mich im Außen aufregt ärgert oder frustet hat etwas mit mir zu tun" sagt die Spiegelgesetz-Methode. Ich könnte mich z.B. auch fragen, wie es kommt, dass ich soviel Mut brauche, meine Meinung vor dem Chef kund zu tun.
Als Gott mich in diese Welt entsandt hat, gab er mir doch alles mit was ich brauche, u.a. auch Mut, Vertrauen und Zuversicht. Oder hat Gott das bei mir vergessen? Bin ich eine Montagsproduktion vom Herrn Gott?
Ganz klares Nein. Nur irgendwo unterwegs ist der Mut verloren gegangen und den kann ich mir mit Hilfe der Spiegelgesetz-Methode zurückholen.

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