Wir haben keine Zeit
von Louise Kranawetter
veröffentlicht: Juni 22, 2018

Uhr, goldene Kreise" Ich habe heute keine Zeit !!! " - ist einer der meist gesagten Sätze.

Vielleicht hast Du dennoch kurz die Zeit, um die folgende Geschichte zu lesen?

Der Teufel hatte eine weltweite Versammlung einberufen. In der Eröffnungsansprache sagte er zu seinen Dämonen: "Es misslingt uns, die Christen davon abzuhalten, in die Gemeinde zu gehen. Es misslingt uns ebenfalls, sie davon abzuhalten, heilige Schriften zu lesen und dadurch die Wahrheit zu erkennen. Dennoch können wir sie davon abhalten, dass sie eine persönliche Beziehung voller Liebe, zu Gott, zu Jesus und schließlich zu sich selbst entwickeln. Wenn sie Religio (also Rückverbindung zum All-Einigen) gewinnen, ist unsere Macht über sie gebrochen. Dies können sie erreichen, wenn sie innehalten, wenn sie meditieren und beten. Und wenn sie dies alles tun, sind wir in Gefahr.

Also: lasst sie in ihre Gemeinden gehen und lasst ihnen ihren Lebensstil
 und: stehlt ihnen die Zeit, so dass es ihnen misslingt, diese tiefe Beziehung und diesen tiefen Frieden aufbauen zu können - und zu beten! Das ist mein Auftrag an Euch, Ihr Engel der Unterwelt. Lenkt sie davon ab!"


"Wie sollen wir das anstellen?" fragten seine Dämonen.


"Beschäftigt sie ständig mit der ganzen Fülle der Nebensächlichkeiten des alltäglichen Lebens und denkt Euch immer wieder etwas Neues aus, um ihre Gedanken zu beherrschen und abzulenken", antwortete der Teufel. "Verleitet sie dazu, dass sie viel ausgeben, viel verbrauchen und verschwenden, viel ausleihen und auch wiederum ausborgen. Überredet die Ehefrauen, sich ganz auf ihren Job zu konzentrieren und viele Stunden an ihrem Arbeitsplatz zu verbringen. Und überzeugt die Ehemänner davon, jede Woche sechs bis sieben Tage zu arbeiten, jeden Tag 10 bis 12 Stunden; denn nur so können sie sich ihren (leeren) Lebensstil leisten.

Haltet sie davon ab, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und für sie zu beten. Wenn ihre Familien schließlich auseinander gebrochen sind, wird ihr Zuhause die Schutzfunktion verloren haben. Stopft ihre Köpfe so voll, dass sie die sanfte leise Stimme des Heiligen Geistes überhören. Verführt sie dazu, ständig das Radio einzuschalten, auch wenn sie Autofahren. Seht zu, dass ständig der Fernseher, der Videorekorder, der CD-Player und die Computer in ihrer Nähe laufen. Das wird allmählich ihre Gedanken vergiften, und die Einheit und innere Verbundenheit zerstören.
 Überschwemmt die Frühstückstische mit Zeitungen und Zeitschriften. Hämmert ihnen 24 Stunden lang am Tag die neuesten Nachrichten ein. Bedeckt die Straßen mit Schildern und Plakaten für irgendwelche Produkte, überflutet ihre Briefkästen mit Werbung, mit Angeboten von Gratis-Produkten und Diensten, die falsche Hoffnungen hervorrufen. Bildet in den Zeitschriften und auf den Titelseiten schöne, schlanke Models ab, damit die Ehemänner immer mehr glauben, dass äußere Schönheit entscheidend ist und sie ihre eigenen Frauen mehr und mehr missachten. Auch das wird dazu beitragen, die Familien ganz schnell zu zerstören.

Nehmt ihnen auch im Urlaub die Ruhe. Gebt Euch alle Mühe, dass sie erschöpft, überanstrengt und voller Sorgen zurück zu ihre Arbeit gehen. Seht zu, dass sie vermeiden, sich an der Natur zu erfreuen und etwa Gottes Schöpfung bewundern könnten. Schickt sie stattdessen in Vergnügungsparks, in Sportveranstaltungen, Konzerte und ins Kino.

Euer Ziel muss sein, dass sie beschäftigt, beschäftigt und nochmal beschäftigt sind. Dass ihnen jede Zeit fehlt, um innezuhalten und mit Gott, der inneren Führung und mit sich selbst verbringen. Und wenn sie sich mit anderen Christen treffen, dann verhindert, dass sie über Gott sprechen, indem ihr ihre Gespräche mit so viel Klatsch, Tratsch und Small Talk füllt, dass sie sich mit einem schlechten Gewissen verabschieden. Vor allem sage ich Euch immer wieder: haltet sie davon ab, dass sie Zeit zum Beten finden, Zeit, um Gott zu preisen. Mich macht dieses Gejaule ganz krank. 
Bleibt stetig in Euren Bemühungen. Sie müssen immerzu überbeschäftigt sein.

Liefert ihnen für diesen angeblichen Mangel an Zeit ganz viele gute Ausreden.

So bleiben sie auf sich gestellt, sie drehen sich in ihren eigenen Hamsterrädern, vergessen, dass sie auch die Kraft hätten, etwas zu verändern, da sie vergessen, dass sie ihre Kraft aus ihrer göttlichen Herkunft schöpfen. Wenn sie alles vergessen haben, werden sie ihre Gesundheit und ihre Familie für die ‚gute Sache' der Oberflächlichkeit opfern. Es wird funktionieren!"

Das war ein tolles Treffen. Die Dämonen gingen eifrig an ihren Auftrag, die Christen überall auf der Welt, noch mehr als bisher, zu beschäftigen und zu jagen. Ihnen noch mehr einzuflüstern, sie müssten hierhin und dorthin rennen....

Und? Gibt es Erfolge?
 Sie schütteln empört mit dem Kopf? Gut, vielleicht fehlen die Erfolge noch heute, und wie sieht's morgen oder übermorgen aus?!
 Keine Zeit - mein Terminplaner ist für diese Woche schon voll!

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Foto: pixabay