Herdentrieb auf der Autobahn
von Marina Lampert
veröffentlicht: Juli 20, 2019

Stau auf der AutobahnAn dem ersten Ferienwochenende staute es sich auf allen Autobahnen. Stockender Verkehr, stehender Verkehr oder gar Vollsperrungen.

Alle Ferien- und Urlaubswilligen reihten sich in die immer länger werdenden Schlangen ein.
Jawoll – hier sind wir unter uns. Hier können wir gemeinsam schwitzen, hupen, schimpfen und über die Anderen um uns herum wettern.

Die Kinder fangen an, zu quengeln, Vater verliert die letzten Reste seiner Nerven, Muttern gehen die Frikadellen und gekochten Eier zur Neige. Und das mitgenommene Wasser kocht schon von allein. Oh wie schön – wir haben Urlaub. Dann tönt von hinten, wo die lieben Kleinen im eigenen Saft sitzen: "Wann sind wir da? Wie lange dauert es noch? Ich muss mal!" Nach 6 Stunden endlich am Ziel – ganze 400 km geschafft. Ach wie herrlich, wir haben Urlaub!

Ich bin 400 km Landstraße gefahren, und ich habe auch 6 Stunden gebraucht. Ich konnte während der Fahrt Landschaften bewundern, gemütlich Pausen einlegen und mit Menschen sprechen. Und der Knüller: Ich war stellenweise so gut wie alleine unterwegs. Nur auf den Autobahnüberführungen konnte ich die kilometerlangen Schlangen bestaunen.

Es zahlt sich schon aus, so hier und da aus der Herde auszuscheren. Ich bin locker und gelassen an meinem Ziel angekommen.

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Foto: pixabay